![]() | Alte Werte neu entdecken Diese Aussage steht für all die Möglichkeiten Pferde körpergerecht zu gymnastizieren und bis in die hohen Lektionen auszubilden. Die Methodik der klassischen Lehre wird heutzutage häufig aus dem Zusammenhang gerissen und als eigenes, neues Reitkonzept verkauft. Auf der einen Seite nützt dies in einigen Fällen die Menschen auf den richtigen Weg zu bringen, auf der anderen Seite schafft es Verwirrung, denn wenn die Vorbildung fehlt, fehlt die Urteilskraft über das Dargebotene. Ich möchte hier auf die altklassische Ausbildung im ursprünglichen Sinne eingehen. Viele Menschen suchen nach einem guten Ausbilder, der sie und ihr Pferd in einen harmonischen Einklang bringt: man fährt zu unterschiedlichen Kursen und schaut mal dem einen, mal dem anderen über die Schulter. So ist die eigene Reitkunst schnell gestrickt und als geschickter Autodidakt macht man sich an die Arbeit. Oftmals hat man in den unterschiedlichen Hilfsmitteln wie spezielle Zäumungen, Gebisse, Hilfszügel und was die Industrie so alles hergibt, vermeintlich gute Verbündete – aber es will doch nicht so recht gelingen. Natürlich ist es legitim sich von verschiedenen Seiten Informationen und Inspiration einzuholen, das setzt aber das Wissen um die klassischen Lehre voraus an der man sich orientieren kann. Nicht umsonst läßt man sein Haus nicht von einem Bäcker, sondern von einem Architekten bauen – es hält länger und es werden auch keine Bausteine fehlen. Ein wichtiges Ausbildungsprinzip ist das Verständnis für den Suchenden: wir müssen die Menschen lieben lernen – die Pferde lieben wir sowieso! Ich kann dem Pferd nur helfen, wenn ich versuche den Menschen so anzuleiten, daß er sein Pferd verstehen lernt. Den ersten Schritt hat er ja schon getan. Er begibt sich in fachkundige Hände und will vertrauen. Nun obliegt es meinem Geschick und Wissen eine Basis zu schaffen auf der Mensch und Pferd aufbauen und miteinander wachsen können. |
